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Wer wird in Ho Chi Minh gewinnen?

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Gepostet von Markus SCHÖNHOFF am 16. Mai 2018 auf KOZOOM.com
http://www.kozoom.com/de/billard-karambol/news/wer-wird-in-ho-chi-minh-gewinnen.html

Wer wird in Ho Chi Minh gewinnen?

Kozoom - Kolumne von Bert van Manen - Übersetzt von Andreas Volbracht

Kann man das Ergebnis eines Dreiband-Turniers vorhersagen? Die meisten werden sagen: Das dürfte  sehr schwer werden. Und auch das wäre noch untertrieben. "Sehr schwer" beschönigt die Schwierigkeiten, in Wirklichkeit ist es: unmöglich. Lass mich das mit einer kleinen Anekdote illustrieren. In den letzten vier Jahre habe ich in meiner Facebook-Gruppe (Bert`s BillardPage) in der Woche vor einem Welt-Cup immer ein kleines Quiz gemacht. Ich habe den Lesern Fragen wie diese gestellt: Welche zwei Spieler werden am kommenden Sonntag im Finale stehen? Oder: Wer sagt drei oder vier Halbfinalisten richtig voraus? Für den Gewinner gab`s eine Tasche mit Billardartikeln. Wenn ich den Blick zur Seite wende, sehe ich die Siegertasche noch immer in der Ecke in meinem Arbeitszimmer stehen.  

NIEMAND hat jemals gewonnen.       

Die Gründe liegen auf der Hand: kurze Matches, da wird der Glücksfaktor grösser, viele Weltklasse-Spieler, keiner, der wirklich dominiert. OK, Caudron ist die Nr. 1 auf der Weltrangliste, der amtierende Weltmeister und Gewinner des letzten Welt-Cups (Antalya). Er ist zur Zeit sicherlich der beste Spieler auf der Welt und in jedem Turnier, in dem er mitspielt, Favorit. Aber kein Vergleich mit Ceulemans Dominanz in den Sechzigern, Siebzigern und frühen Achtzigern, auch nicht mit Blomdahls in den Neunzigern, bei weitem nicht. Schauen wir uns mal die Welt-Cups unserer Tage genauer an. Ein guter Startpunkt, um klarer zu sehen? Beginnen wir beim Wechsel vom Satzsystem zu den 40 Punkte Partien, also schauen wir uns die Sieger von 2013 bis 2018 an.   

Von den 31 letzten Weltcups hat Fred sieben gewonnen. Der zweitbeste Spieler im gleichen Zeitraum? Eddy Merckx, fünf Siege. Dritter ist Torbjörn Blomdahl mit vier. Dick Jaspers hat drei, Haeng Jik Kim, Murat Naci Coklu und Dani Sánchez haben zwei gewonnen. Ein Sieg: Jae Ho Cho, Marco Zanetti, Jung Han Heo, Jeremy Bury, Tayfun Tasdemir und Dong Koong Kang.  

Das sind schon dreizehn Namen, alles Spieler, die bewiesen haben, dass sie einen Welt-Cup gewinnen können. Sie könnten es wiederholen. Dann müssen wir uns die Spieler ansehen, die VOR 2013 gewonnen haben und immer noch gut genug sind, um in ein Finale zu kommen und es auch zu gewinnen. In dieser Kategorie: Forthomme, Horn, Sung Won Choi und Sayginer. Könnte Kasidokostas gewinnen, nachdem er nun mit der anderen Hand spielt? Ich hab` meine Zweifel. Yüksel, Philipoom, Nelin? Die spielen alle immer noch gut, aber ich wäre überrascht, wenn sie noch einen Welt-Cup gewinnen würden. Auf unserer Liste haben wir jetzt schon 17.

Wir müssen die Namen der Spieler hinzufügen (und hier wird es knifflig), die noch keinen Welt-Cup gewonnen haben, aber das Potenzial dazu haben. Da reden wir von: Uymaz, Cenet, Myung Woo Cho, Choong Bok Lee, Jae Guen Kim, Xuan Cuong Ma, Quyet Chien Tran, Polychronopoulos, Nguyen Quoc Nguyen, Palazon, Minh Cam Ma, Leppens, Martinez. Schon sind wir bei 30 möglichen Siegern. Wenn du nicht erwähnt wurdest (oder dein Lieblingsspieler), entschuldige ich mich im Voraus. Und wenn du mir erzählst, dass es einen Koreaner gibt, von dem ich noch nie gehört habe, der 1.700 spielt, ich glaub´s dir gerne.

Wo bleiben die Südamerikaner? Meistens in Südamerika, und das ist ihr Problem. Es ist schwierig, die wahre Stärke der kolumbianischen Spieler wie Catano, Morales und Diaz zu beurteilen, einfach weil sie in den Welt-Cups nicht mitspielen. (Morales wird seine Chance bekommen, er hat die UMB Wildcard für Ho Chi Minh). Was Piedrabuena betrifft: großer Spieler, aber ich sehe ihn nicht auf dem langen Weg nach ganz oben, nicht, wenn die 40 Sekundenuhr tickt. 

Nächste Woche sind wir zum vierten Mal in Ho Chi Minh. Die bisherigen Sieger waren: Tasdemir (gegen Blomdahl), Caudron (gegen Jaspers) und Merckx (gegen Blomdahl). Das Ereignis in Vietnam war jedes Mal von hoher Qualität: Turnierdurchschnitte von 1.776, 1.672 und 1.685 vor dem besten Publikum, das die Spieler haben können. Der UMB-Wildcard geht diesmal, wie erwähnt, an Morales, und die beiden Veranstalter-Wildcards an Quyet Chien Tran und Minh Cam Ma.   

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Ho Chi Minh 

Was bleibt mir, hier in meiner Kolumne, am Ende für eine Wahl: Gehe ich auf Nummer sicher, bleibe dabei und  sage: Ergebnisse von Dreiband-Turnieren sind nicht vorhersagbar? Oder hole ich meine Kristallkugel aus der Truhe, schreib meine Vorhersage auf  und mache mich zum Narren? Sei´s drum, ich mach´s.  

Dieser Welt-Cup könnte genau der für die Asiaten sein, wo ihre Spitzenspieler nicht mehr im Viertelfinale verlieren und entspannt genug sind, um am Finaltag das 15-Aufnahmenmatch zu zeigen. Asien ist ohne Zweifel schon seit einigen Jahren der dominierende Kontinent, wenn es um die Riege der 1.3er - 1.8er geht. Aber auch in diesen Jahren war ein gutes halbes Dutzend erfahrener Profis aus Europa nicht bereit, die Plätze im Rampenlicht freizumachen. Das sind knallharte Kämpfer, aber auch die können die Lawine nicht für immer aufhalten. Ich sehe auf dem Podium in Ho Chi Minh einen Vietnamesen, zwei Koreaner und einen Außerirdischen. Das ist meine Vorhersage, und natürlich wird sie voll daneben liegen. Aber wäre es nicht toll, wenn ein vietnamesischer Spieler gewinnt?

 

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