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Ist Myung Woo Cho der Weltmeister der Zukunft ????????

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Myung Woo Cho´s 32er Serie in 13 Minuten

Gepostet von Markus SCHÖNHOFF am 1. März 2018 auf KOZOOM.COM

 

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Myung Woo Cho und Dani Sanchez

Kozoom; Kolumne von Bert van Manen; Übersetzt von Andreas Volbracht

Frag´  ein Dutzend Topspieler nach dem  "Weltmeister der Zukunft", und du wirst acht oder zehn Mal einen Namen zu hören bekommen:
Myung Woo Cho.

Der junge Koreaner (ich glaube, er ist erst 19 Jahre alt) hat im zarten Alter von 13 Jahren angefangen zu den WeltCups zu fahren  - unter den Fittichen von Kyung Hee Oh, der koreanischen Billard- "Mutter", die immer bereit steht, wenn Trost und ein guter Rat gefragt sind. In den letzten Jahren hat Cho schon eine schöne Liste von Erfolgen produziert. Dreimal im Halbfinale: Guri 2016, Luxor 2017 und La Baule 2017. Wenn ich mich nicht irre, ist nicht einmal Dani Sánchez so weit gekommen, bevor er 20 wurde.

Letzte Woche hat Myung Woo Cho eine unglaubliche Trainingspartie hingezaubert, er machte:  7-0-1-32, das waren dann 40 in 4.  Normalerweise interessieren mich Trainingsergebnisse nicht besonders, und Serien über 30 sind im Training mehrfach gemacht worden. Für alle, die begeistert "Weltrekord" gerufen haben, hier die schnelle Abkühlung: kein Weltrekord kann oder wird in einem Match ohne Schiedsrichter gebrochen werden. 

Warum ist diese Trainingspartie alle Aufmerksamkeit wert? A) weil die Zahlen doch ziemlich sensationell sind. B) weil wir sie als Video haben. (https://www.youtube.com/watch?v=I0cA7jw0tBE)


Lasst uns die Serie Punkt für Punkt genau anschauen und genießen, eine beeindruckende Demonstration, wie Dreiband auf der Grundlage guter Entscheidungen bei der Dessinwahl flüssig gespielt werden kann. Die ganze Serie dauerte knapp 13 Minuten!

1) Es beginnt mit einem der Glanzlichter der Partie: ein K / L / K / L auf den allein stehenden Ball 3, keine Chance auf einen Vier- oder Sechsbänder. Cho spielt es wie Caudron: dünner Ballkontakt und viel Laufeffet. Das ist eigentlich gegen die Intuition, aber absolut richtig. Nimm den Ball 2 dicker und du hast 2 Kontergefahren, die erste, bei der Rot Gelb trifft und die zweite, bei der Rot den Weg zum Gelben blockiert.

2) Cho zieht hier den Fünfbänder dem Dreibänder vor. Warum, kann ich nicht erkennen.

3) Ziemlich einfach zweimal rum.

4) Vertrackt, aber er macht ihn, als wäre es ein einfacher Ball.

5) Siehe 4).

6) Dieser junge Mann hat keine Angst vor der Jaspers-Variante K / L / K, und ich denke, das ist die richtige Wahl, auch wenn einige (sehr) gute Spieler das meiden wie die Pest.

7) Ein weiterer Lehrbuch-Ball a la Caudron: viel Zug, viel Effet, moderates Tempo.

8) Nimmt den einfachen Punkt mit, kümmert sich kaum oder gar nicht um Position.

9) Der dritte L / K / L dieses Typs. Ich bin immer erleichtert, wenn ich die gemacht habe, mit vielleicht 50%iger Erfolgsquote. Bei ihm sieht es aus, als könnte er die im Schlaf machen.

10) Hättest du Ball 2 so dick genommen? Er macht das, um den Winkel zu verbessern. Braucht Übung und mutige Entschlossenheit.

11) Unglaublich, wie man es hinkriegen kann, einen so sensiblen Ball, so zu spielen, dass es aussieht, als wäre es einfach. Der Spielball hat sehr viel Nachlauf. Ich kenne nicht viele Topspieler, die diese Lösung als erste Wahl nehmen. Aber gegen Erfolg gibt´s wenig Argumente.

12) Hauchdünn aus der Entfernung? Kein Problem.

13) Ein Zittermoment, eine Spur dünner oder etwas schneller hätte den Punkt sicherer gemacht. Noch davongekommen!

14) Der nächste K / L / K, diesmal mit etwas Linkseffet. Völlig entschieden, furchtlos. Schön.

15) Die meisten von "uns" (Pardon, falls du da nicht einbezogen sein willst) hätten da den falschen Weg gewählt. Nur -  wenn du seine Lösung siehst, merkst du, dass es so viel besser ist. Hier ist der  Ball 3 ist viel größer als bei „unserer“ scheinbar einfacheren Variante.

16) Präzise Treffe, die richtige Geschwindigkeit und gerade noch hingekommen.

17) Siehe 4 & 5.

18) Eine einfache verkehrte Quart, aber der Konter war nicht gerade meterweit entfernt. Musst du wissen.

19) Er hat lieber K / L / K / L als L / K / L gespielt, was auch möglich gewesen wäre. Interessant – auch mit welchem Tempo er den Vierbänder gespielt hat.

20) Ein Ticky, den man anscheinend nicht auslassen kann, aber er hat es fast übertrieben.

21) Wenn Du in der Patsche sitzt, spiel doch einfach einen Vorbänder  ...  perfekt.

22) Hätte er auch mit weniger Effet und weniger dickem Anspielen machen können, aber er wollte den Ball 3 so groß wie möglich machen, weil der an der Bande stand.

23) Kein Aufwand nötig. Der Punkt war einfach und Position kommt automatisch.

24) Bei dem Ball musst du dich entscheiden. Konter vermeiden: der Spielball geht zuerst durch (der lange Weg) oder zuerst der Rote (der kurze Weg). Ich war überrascht, dass er sich so entschieden hat.

25) Leichter Punkt, einfach auf Position. Darauf achten,  dass Ball 2  nicht an der langen Bande kleben bleibt.

26) Hast du die kleine Körperbewegung gesehen? Beim Abstoß hat er gemerkt, dass der Ball zu lang werden könnte. Er ist beim 26sten und er weiß es. Druck baut sich auf.

27) Siehe 4, 5 und 17.

28) Rechte Seite von Rot, viel besser als – fast der gleiche Ball (L / K / L)  - von der linken Seite vom Roten.

29) Langes Nachdenken (für seine Verhältnisse). Weil er weiß, dass es der 29.ist? Oder weil einmal-rum-von-Rot  gefährlich wäre? Er entscheidet sich für den Dreibänder ohne Doppelchance, weil der Fünfbänder kontergefährlich wäre.

30) Jetzt wieder Normaltempo bei der Entscheidungsfindung.

31) Den hätten wir alle gemacht.

32) Und den. Wenn man das Video anschaut, geht dir da nicht das Herz auf bei dieser Umarmung, dieser Freude? 

Ich habe Leute sagen hören, dass Myung Woo Cho ein Billard spielender Roboter sei, der 10 Stunden am Tag trainiert und kein Leben hat. Ich halte das für Unsinn. Für mich sieht er aus wie ein tollkühnes Kind, das einfach vernarrt ist in unser Spiel.

 

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