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Korea verteidigt WM-Titel; aber was für Österreicher!!!

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Korea verteidigt WM-Titel; aber was für Österreicher!!!

Kozoom international
Südkorea verteidigt in der Besetzung Sung-Won Choi und Dong Koong Kang gegen Österreich ihren WM-Titel

 

VIERSEN - Sung-Won Choi und Dong Koong Kang haben ihren Titel aus 2017 erfolgreich verteidigt. Im Endspiel der Team-WM in Viersen besiegten sie das Überraschungsteam aus Österreich mit 40:30 in 23 Aufnahmen. Für Sung-Won Choi war es nach dem Titel 2017 der zweite Weltmeistertitel in Folge und der dritte insgesamt. Damit ist der Einzelweltmeister aus 2014 endgültig der erfolgreichste Billardspieler Südkoreas. Ganz nebenbei stockte er auch seine staatliche Pension auf, die für WM-Titel einen festen lebenslangen Betrag monatlich vorsieht. Mit nun drei WM-Titeln kann er nun schon eine üppige Rente sein eigen nennen.

Der Sieg von Korea war für viele spätestens nach dem souveränen Gruppensieg mit über 2 GD und dem gewonnenen Viertelfinale gegen Frankreich ausgemachte Sache. Doch dann kam das Halbfinale gegen Dänemark und ein spektakuläres Unentschieden mit anschließendem Entscheidungssatz. Und auch das Endspiel klingt entspannter, als es tatsächlich war. Schuld daran waren die Österreicher, die eine sensationelle Weltmeisterschaft spielten und zurecht mit der Silbermedaille belohnt wurden. Wie im Rausch besiegten sie die Türkei und wollten sich auch im Endspiel nicht so einfach geschlagen geben. Andreas Efler und Arnim Kahofer gelang gegen Südkorea eine bemerkenswerte erste Hälfte. Erneut spielten die beiden wie aus einem Guss und holten sich nach 10 Aufnahmen eine 23:12 Pausenführung. Vielleicht in Gedanken an eine mögliche Goldmedaille folgte dann eine längere Pause. Bis zur 21. Aufnahme verwandelte Österreich nur noch 4 Positionen erfolgreich. In der gleichen Zeit übernahm Korea die Führung und setzte dann in der 22. Aufnahme zum Schlußspurt an. Es folgte eine 7er Serie und dann die letzten zwei. Österreich blieb nur noch eine Korrektur zum 40:30 Abschlußstand. Für Efler/Kahofer dürfte das verlorene Endspiel kein Problem sein. In einem Weltklassefeld haben sich die beiden gegen Weltklassegegner die Silbermedaille geholt. Da war nie Glück im Spiel. Nacheinander besiegten sie die Niederlande im letzten Gruppenspiel, Belgien im Viertelfinale und schließlich die Türkei im Halbfinale.

Brutal knapp war die Vorschlußrunde gegen Tasdemir und Sayginer.  35 Aufnahmen brauchten die Österreicher, um mit 40:38 das Finale zu erreichen. Sie spielten clever und erfolgreich und zeigten, dass sie auch auf lange (Aufnahmen)Distanz Stehvermögen haben. Das Match war in jeder Phase spannend. Die Türkei war lange Zeit in Führung, Österreich aber immer in Reichweite und in der 28.Aufnahme übernahmen sie dann erstmals die Führung, die bis zum knappen Ende hielt.

Dramatischer verlief das erste Halbfinale zwischen Südkorea und Dänemark. Choi und Kang legten einen fulminanten Start hin und führten zur Pause nach 8 Aufnahmen mit 20:9. Dann drehte sich die Partie und insbesondere Sung-Won Choi verpasste oft die Punkte um wenige Millimeter. Carlsen und Andersen hingegen überrollten in dieser Phase ihre Gegner und brachten sich für ein furioses Ende in Stellung. Das kam dann in der 23.Aufnahme. Sozusagen mit letzter Kraft beendeten die Koreaner das Match und ließen drei fehlende Punkte zum Unentschieden für Dänemark übrig. Der Anfangsball durch Andersen war Formsache. Der zweite Ball dann ein eigentlich gut spielbarer Ball, der aber drohte das stattliche Loch zu erwischen. Nur dem sterbenden Tempo des Spielballs war es zu verdanken, dass Carlsen diesen Punkt auch noch verwandelte. Der dritte Punkt war wiederum kein Problem für Andersen. 

Dann der Entscheidungssatz! Es wurde eine deutliche Angelegenheit für die Asiaten, die insbesondere bei den Ablagen für die Gegner die besseren Karten hatten. 15:2 der souveräne Einzug in das Finale.

Die Art und Weise der Vorbereitung des südkoreanischen Teams ist nicht bekannt, aber was man sehen konnte, ist, dass beide austrainiert waren und sich auch von den wechselnden Tischbedingungen nicht wesentlich beeinflussen ließen. Gut möglich, dass sie zusammen auch so manches Match im Scotch Double spielten und vielleicht sogar einige Stunde Videos studiert haben. Wie auch immer, Südkorea ist verdient Weltmeister und das nun schon zum zweiten Mal in Folge. Die Ära Scotch Double kennt kein anderes Land als Titelträger. Im traditionellem System wäre es für Österreich schwer gewesen, die Silbermedaille zu holen. Jaspers und Caudron sind in einem Einzelmatch fast nicht zu schlagen. Nicht so im Scotch Double und das wird auch anderen Teams die endgültige Gewissheit geben, dass es eben möglich ist, eine Medaille zu holen, oder sogar um den Titel zu spielen.

Aus deutscher Sicht muß man zuallererst dem Ausrichter danken. Gewohnt souverän die Schiedsrichter; zauberhaft die Atmosphäre; seriös und fair der Moderator und nicht zu letzt das bekannte fachkundige Publikum. Sportlich war es kein Erfolg. Die ersehnte Medaille blieb versagt. Die Niederlage gegen die Türkei offenbarte Schwächen und so bleibt Deutschland ein weiteres Mal ohne Podiumsplatz.

Endklassement

1 South Korea 6-10-1.920-10 
2 Austria 6-8-1.273-14
3 Turkey 5-8-1.394-11
4 Denmark 5-6-1.472-10
5 Belgium4-6-1.514-10
6 Netherlands 4-4-1.722-9
7 Germany 4-4-1.281-12
8 France 4-4-1.123-8
9 Egypt 3-2-1.185-6
10 Vietnam 3-2-1.157-7
11 Japan 3-2-0.956-5
12 Peru 3-2-0.805-4
13 Ecuador 3-2-1.134-8
14 Greece 3-0-0.944-6
15 Lebanon 3-0-0.824-5
16 Colombia 3-0-0.816-4.

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Das Siegerpodest mit allen Medaillengewinnern

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Der Moment des Triumphes gegen das Überraschungsteam aus Österreich

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Kampf und Können bewisen die Österreicher! Der verdiente Lohn ist die Silbermedaille

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Die Türkei verlor knapp gegen Österreich und landete auf Platz drei, zusammen mit..........

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............. Dänemark, die im Viertelfinale die Niederlande eliminierten und gegen Südkorea erst im Entscheidungssatz besiegt wurden.

 

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