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Willkommen in der neuen Billard-Zukunft

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Gepostet von Markus SCHÖNHOFF am 14. Dezember 2017 auf KOZOOM

Willkommen in der neuen Billard-Zukunft

Ton Smilde/Kozoom
Farouk Barki, Xavier Carrer und einige Topspieler im Kommentar zur Zukunft im Dreiband

Die Nachrichten über die neue Zukunft für alle Spieler, mehr Turniere als bisher im Kalender und ein spektakulär höheres Preisgeld wurden in der Billardwelt mit Jubel und Zustimmung aufgenommen. Die Pläne und neuen Impulse, die der Weltverband (UMB) und Kozoom für die kommenden Jahre angekündigt haben, sind ein Segen für den Karambolsport. Der Weltcup und die Weltmeisterschaften werden mit höherem Preisgeld bestückt und eine neue Turnierserie ausgetragen. „Das sind fantastische Neuigkeiten für uns alle!“, so die Reaktion der Top-Spieler.

Der Präsident der UMB, Farouk Barki, gibt exklusiv bei Kozoom Details der neuen Pläne bekannt und einige der Top-Spieler kommentieren die aktuellen Entwicklungen. Der Weltcupzirkus mit 6-7 Turnieren und die Weltmeisterschaften stehen als Hauptprogramm im internationalen Turnierkalender. Ergänzt werden diese durch 6 Masters-Turniere, 4 Confederation Turniere und ein Continental Cup, ähnlich dem Mosconi Cup. Einer ersten Schätzung zu Folge werden die besten 14 Spieler der Rangliste für mindestens 24 Wochen im Jahr lukrative Turniere spielen. In Kürze wird die UMB weitere Details über die Preisgeld-Verteilung, die Auswahl der gesetzten Spieler und die Planung des Jahres veröffentlichen.

Farouk Barki (UMB): „Wir haben bereits angekündigt, dass das Preisgeld insgesamt 1,5 Millionen Dollar betragen wird, davon 150.000 oder mehr für die Masters-Turniere. Bei der Weltmeisterschaft der Herren wird es für den Sieger 20.000 Dollar geben. Die Damen, Junioren- und Nationalteams-Weltmeisterschaften sind bereits fest im Kalender eingetragen. Die besten drei eines Weltcups bekommen 16.000, 10.000 und 6.000 Dollar. Die Spieler der letzten Qualifikation werden mit 500 Dollar belohnt. Die Masters-Turniere finden in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember statt. Der Continental-Cup wird im März ausgetragen. Derzeit sind wir mit Seoul als Austragungsort in Verhandlung.“

Farouk Barki blickt zurück auf einen Zeitraum von 6 Monaten mit vielen Verhandlungen, Treffen und Gesprächen mit den Verbänden (hauptsächlich mit der CEB), sowie Sponsoren und Spielern. „Wir standen unter Druck, weil Korea mit einer eigenen Organisation drohte, die die Spieler aus der UMB auslösen wollte. Wir müssen glücklich und zufrieden mit den neuen großartigen Plänen für die Zukunft sein. Das Wichtigste ist, dass wir eine Zukunft garantieren, in der alle Spieler vereint sind und weiterhin für die UMB spielen.“

Das ganze Projekt konnten wir nur mit Unterstützung von Diane Wild und Jean Pierre Guiraud von der CEB realisieren, denn ab 2018 haben wir mit den UMB Turnieren einen großen Anspruch auf die Termine im Sportkalender. Danke auch an Kozoom, ohne die wir das nie hätten machen können. Dank des neuen Vertrages sind wir nun in der Lage, dass Preisgeld spektakulär zu erhöhen.“

Xavier Carrer (Kozoom): „Wir glauben wirklich, dass dies der beste Weg ist, um Dreiband weiter zu entwicklen. Alle Spieler, Profis und Amateure sollten weiter vereint bleiben.“

KOZOOM / FRITS BAKKER - Wie ist nun die Reaktion auf die guten Nachrichten, die von der UMB veröffentlicht wurden? Was sagen die Topspieler zur Organisation von mehr Turnieren mit höherem Preisgeld?

Marco Zanetti (Italien): Es sind ausgezeichnete Nachrichten, die allen Spielern auf der ganzen Welt neue Impulse und Motivation geben werden. Ich denke, dass auch die Organisatoren und Offiziellen von dieser Ankündigung profitieren.
Torbjörn Blomdahl (Schweden): Ich denke, dass es super gut und für mich gerade noch rechtzeitig ist.
Eddy Merckx (Belgien): Das sind natürlich wunderbare Neuigkeiten für den Billardsport im Allgemeinen und für uns Topspieler.
Dick Jaspers (Niederlande): Ich bin sehr gespannt auf den neuen Kalender. Es wird für uns alle große Veränderungen geben. Sehr schöne Nachrichten.
Nikos Polychronopoulos (Girechenland): Die Nachrichten sind großartig für alle. Das sollte ein Grund sein, dass viele Spieler wieder zurückkommen und an den Weltcups teilnehmen.
Javier Palazon (Spanien): Tolle Neuigkeiten. Es gibt im Moment ein extrem hohes Niveau im Dreiband und das ist nun für alle Beteiligten sehr vorteilhaft.
Eddy Leppens (Belgien): Wunderbare Nachrichten für Billard, ein fantastischer Schritt in die Zukunft. Nur so kann unser Sport attraktiver und bekannter werden.

KOZOOM / FB - Was bedeutet das für den persönlichen Kalender der Spieler, der ja schon mit den Teamwettbewerben und anderen Turnieren reichlich gefüllt ist?

Dick Jaspers: Wir müssen mehr Entscheidungen treffen. Vielleicht gibt es Platz für die nationalen Ligawettbewerbe, die ja auch von den Spitzenspielern leben. Mit all den kommenden Reisen wird es schwer sein, alles zu kombinieren, denn es ist ja jetzt schon schwer. Man muß realistisch sein. Die großen Entfernungen kosten viel Zeit. Ich möchte erst den Kalender sehen, bevor ich eine Entscheidung treffe.
Marco Zanetti: Ich spiele in diesem Jahr keine Mannschaftswettbewerbe (Außer in Italien), also bin ich im Vergleich zu anderen Kollegen nicht so beschäftigt. Trotzdem wird der Kalender für mich gut gefüllt sein und ich habe genug Turniere, um das ganze Jahr Billard zu spielen.
Nikos Polychronopoulos: Es wird für alle nicht einfach, aber es ist auch eine große Motivation.
Eddy Leppens: Ja, natürlich haben viele Spieler weniger Zeit, um in all den Ligen spielen zu können. Ich gehe davon aus, dass einige Spieler nicht mehr in unterschiedlichen Ländern spielen werden und alles sorgfältig entscheiden. Das betrifft aber wahrscheinlich nur die besten 14 Spieler der Welt, die auch für die Turniere gesetzt sind.
Torbjörn Blomdahl: Mein Kalender ist nicht so voll, für michist es perfekt.
Javier Palazon: Ja, wir müssen wegen der Zunahme an Wettbewerben der UMB nun entscheiden, wo wir spielen, aber das ist gut für uns.
Eddy Merckx: Es ist noch zu früh, um alles zu beantworten. Wir können erst dann etwas auswählen, wenn der Kalender für das nächste Jahr vollständig bekannt ist.

KOZOOM / FB - Was wir im Moment wissen ist, dass die Topspieler für ungefähr 6 Monate unterwegs sein werden, um an allen Turnieren teilzunehmen. Wie wird das das Leben der Topspieler verändern?

Marco Zanetti: Ich werde weniger zu Hause sein, also damit auch weniger bei meiner Familie. Das ist die einzige schlechte Nachricht, die es gibt.
Torbjörn Blomdahl: Soweit ich weiß, sind die Turniere nicht viel länger als die aktuellen Weltcups und wenn wir davon mehr haben, sollten wir zufrieden sein.
Dick Jaspers: Wir sind jetzt schon viel unterwegs, also ändert sich das Leben nicht so sehr. Für einen Profi sollte das kein Problem sein.
Eddy Merckx: Ja, es wird sich einiges ändern. Aber ich bin heute ein glücklicher Mensch, der sein Hobby zum Beruf machen konnte. Und natürlich sind die neuen Perspektiven sehr willkommen.
Nikos Polychronopoulos: Die meisten von uns waren schon 3-4 Monate unterwegs. Das kriegen wir schon hin.
Javier Palazon: Ich spiele gern Billard. Es ist meine große Leidenschaft und natürlich ist die lange Zeit von zu Hause entfernt der etwas negative Teil. Das muss man akzeptieren.
Eddy Leppens: Wir sind es gewohnt, viel unterwegs zu sein. Je mehr Turniere, umso besser, besonders angenehm mit dem höheren Preisgeld.

KOZOOM / FB - Ist das die Entwicklung, auf die wir seit Jahren gewartet haben?

Dick Jaspers: Es gabe in den letzten Jahren nicht viel positive Nachrichten. Das einzige wirklich gute der letzten 10 bis 15 Jahre war Kozoom. Wir waren lange abhängig von ein paar Leuten, die große Turniere organisieren wollten. Jetzt haben wir mehr Sicherheit. Ich freue mich, dass der Vertrag zu Stande gekommen ist.
Marco Zanetti: Alle Billardspieler haben den Traum, ihren Sport voranzubringen. Jetzt hoffen wir mit diesen Ankündigungen auf eine bessere Zukunft. Es ist ein ganz besonderer und spannender Moment.
Torbjörn Blomdahl: Es gab auch in den letzten Jahren einige Verbesserungen, aber das ist nun ein ganz großer Schritt. Dreiband ist ein wunderbarer Sport und wer weiß, vielleicht sind sehr große Sponsoren interessiert.
Eddy Merckx: Wir werden einer Sportart mehr Aufmerksamkeit schenken, wenn mehr Geld involviert ist. In dieser Hinsicht, denke ich, kann es die Popularität unseres Sports steigern.
Javier Palazon: Ich denke, die UMB hat mit Kozoom und den koreanischen Partnern großartige Arbeit geleistet.
Eddy Leppens: Wir haben lange darauf gewartet und ich denke auch, dass unser Sport das verdient hat.

KOZOOM / FB - Kann sich Dreiband zu einem globalen Sport entwickeln?

Dick Jaspers: Wir müssen realistisch bleiben. Es wird langsam voran gehen. Es gibt immer noch viele Länder, in denen Dreiband völlig fremd ist. Das ist nun ein guter Schritt, aber es gibt noch viel zu tun. Die Entwicklungen in Korea können einen Schneeballeffekt erzeugen. Dort wird Billard viel mehr gefördert, als in Europa. Die Suche nach mehr Öffentlichkeit ist auch eine wichtige Aufgabe für die UMB. 
Marco Zanetti: Dreiband ist eine der aufregendsten Präzisionssportarten aller Zeiten. Viele verschiedene Dinge sind notwendig und so viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um im internationalen Mediengeschäft erfolgreich zu sein. Ich hoffe wirklich, dass wir Erfolg haben, aber der Weg ist noch lang.
Nikos Polychronopoulos: Wir müssen die nächsten Jahre abwarten, dann wird sich zeigen, wie es mit der Popularität im Dreiband weiter geht.
Eddy Leppens: Ich denke, wir werden nun mehr Respekt bekommen. Vor allem in den Medien, wie in Korea. 

KOZOOM / FB: Wie sind nun die Chancen, dass Billard auch eine olympische Sportart wird?

Marco Zanetti: Ich kann die realistischen Möglichkeiten nicht einschätzen, aber ich bin sicher, dass die UMB und die Konföderationen das sehr ernst nehmen. Wie auch immer, in der WCBS (Weltverband aller Billard-Spielarten) gibt es eine Einflussnahme von allen vom IOC anerkannten Spielarten, also auch Pool und Snooker. Wir haben es nicht allein in der Hand.
Torbjörn Blomdahl: Ich bin beim Thema Olympia nicht so positiv. Es wäre natürlich schön, aber es scheint sehr lange zu dauern. Wenn wir mit so kleinen Schritten in diese Richtung fortfahren, dann kann es lange dauern.
Nikos Polychronopoulos: Wenn Billard olympischer Sport wäre, dann wäre die Zukunft für jeden noch besser.
Javier Palazon: Ich denke, es ist sehr schwierig. Ich hoffe, wir können Billard in Paris 2024 als Demonstrationssportart vorstellen.
Eddy Leppens: Ich habe den Eindruck, dass die CEB und die UMB hart daran arbeiten. Wir sind schon bei den World Games, also ist der nächste Schritt nicht so groß.

KOZOOM / FB: Gibt es eine Gefahr, dass die Ligen in Ländern wie Niederlande, Belgien, Deutschland und Frankreich in den kommenden Jahren ohne Spitzenspieler auskommen müssen?

Marco Zanetti: Wahrscheinlich werden die Topspieler aufhören, in mehreren Ligen zu spielen. Es ist durchaus möglich, dass sie nur eine Liga auswählen.
Torbjörn Blomdahl: Ich denke nicht. Die Topspieler werden auch in Zukunft Team-Wettbewerbe spielen, aber mglicherweise nicht mehr so viele.
Dick Jaspers: Es wäre gut, wenn die Länder ihren Sportkalender besser koordinieren könnten.
Eddy Leppens: Ohne Spitzenspieler wird es sicherlich viel schwerer, eine starke Liga zu haben. Wir müssen das sorgfältig auswählen. Das ist etwas schade, denn die Teamwettbewerbe sind sehr attraktiv und wir haben alle viel Spaß.
Nikos Polychronopoulos: Das ist durchaus möglich. Jeder muß das für sich selbst entscheiden.
Javier Palazon: Ich denke, dass gute Spieler immer spielen werden, aber mit dem zukünftig vollen Kalender wird es schwieriger.

KOZOOM / FB - Wem haben wir diese fantastischen Pläne für die Zukunft unseres Sportes zu verdanken?

Marco Zanetti: Als erstes ist es die Aufmerksamkeit, die die Medien in Korea für Billard übrig haben. Es steckt eine Menge Arbeit von vielen Leuten, Verbänden, anderen Organisationen und Sympathisanten dahinter. Dies ist nun das Ergebnis ihrer Bemühungen. Man kann allen Beteiligten nur sehr dankbar dafür sein. Stellvertretend für alle, die an dieser Entwicklung beteiligt waren seien erwähnt: die UMB mit ihren Präsidenten Farouk Barki und Kozoom mit Bernard Baudoin, Xavier Carrer und William OH. Ich möchte auch daran erinnern, dass auch alle Organisatoren von Weltcups und Meisterschaften, einschließlich der nationalen Verbände unsere Dankbarkeit verdienen, denn sie sind die Grundlage unserer Organisation.
Dick Jaspers: Farouk Barki hat großartige Arbeit geleistet, genauso wie Kozoom mit Xavier Carrer und Bernard Baudoin.
Torbjörn Blomdahl: Ich möchte Farouk Barki danken, der immer an Verbesserungen für die Spieler arbeitet. Und natürlich Kozoom Frankreich und Kozoom Korea und deren Sponsoren, sowie allen Spielern, die Dreiband auf dieses hohe Niveau gebracht haben. Die gute Zusammenarbeit zwischen alle diesen Parteien wird auch in Zukunft wichtig sein.
Nikos Polychronopoulos: Natürlich das Team von Kozoom International. Ich möchte keinen speziellen Namen nennen, weil ich vielleicht jemanden vergessen würde. Kozoom ist eine große Familie und ein echter Liebhaber unseres Sports. Wichtig ist auch die Unterstützung des UMB-Vorstandes.
Javier Palazon: Die UMB zusammen mit Kozoom sind die Schlüsselfiguren bei diesen Zukunftsplänen.
Eddy Merckx: Farouk Barki hat diese Pläne beschleunigt. Es gab jahrelang keine Entwicklung. Die großen Veränderung sind hauptsächlich mit Kozoom gekommen.
Eddy Leppens: Das verdanken wir vor allem Kozoom. Sie haben angefangen, alle Turniere zu übertragen und jetzt haben wir TV-Verträge in Korea, die unseren Sport groß machen. Natürlich auch Farouk Barki, der versucht alles unter der UMB zusammen zu halten, damit wir nicht wie bei der BWA wieder eine Trennung bekommen. Das sollten wir unbedingt vermeiden.

 

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