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Gaziantepspor holt den Europapokal gegen Gastgeber Porto

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 Gepostet von Markus SCHÖNHOFF am 5. Juni 2016

Gaziantepspor holt den Europapokal gegen Gastgeber Porto

Kozoom
Gaziantepspor gewinnt das EC-Finale gegen den Gastgeber FC Porto dank einer Super-Caudron-Partie in 13 Aufnahmen

PORTO - Die türkische Mannschaft Gaziantepspor hat den Europapokal Dreiband für Clubmannschaften geholt. Im Finale setzten sie sich mit 6:2 gegen den Gastgeber FC Porto durch. 

Es wurde viel spekuliert über die Supermannschaft, die den EC ohne Schwierigkeiten holen wird. Aber ein Sieg mit Ansage war es keineswegs, wohl aber ein verdienter. Es gäbe in dieser Mannschaft gleich mehrere Momente, die man verantwortlich für diesen Titelgewinn machen kann. Einen davon im Halbfinale. Im Spiel zwischen Tayfun Tasdemir und Javier Palazon (Madrid) ist der Spanier 14 Aufnahmen lang dominant und holt sich mit 28:22 eine kleine Führung. Tasdemir, der im gesamten Turnier eher durchwachsen spielte, bekommt plötzlich fulminanten Rückenwind und beendet die Partie mit einer 18er Schlußserie. Unwiderstehlich dieser Auftritt des Türken, der damit seine Mannschaft mit 3:1 in Führung brachte. Caudron und Legazpi trennten sich nach 17 Aufnahmen Unentschieden. Legazpi spielte wunderschönes Billard und beendete das Match mit 7 Punkten. Caudron schaffte die wichtigen drei Punkte zum ungleich. Und das war auch wichtig, denn Martinez beherrschte Coklu und gewann das Match in 25 Aufnahmen mit 40:27. Die Türken mit ihrer belgischen Spitze rauschten somit ins Endspiel, in dem sie auf Porto trafen. 

Im zweiten Halbfinale standen sich Andernos und der FC Porto gegenüber. In der Gruppenphase hatte Porto bereits schwer zu kämpfen. Da war zunächst die Auftaktniederlage gegen Gröndal, die fast das Aus bedeutete. Nun musste Porto zweimal gewinnen. Zunächst besiegten sie den französischen Meister Morangis und traten dann am Abend zum entscheidenden Match gegen Gaziantepspor an. Dort war Porto dann voll motiviert und auch spielerisch auf der Höhe. Blomdahl besiegte Caudron in 18 Aufnahmen, Sánchez gewann gegen Tasdemir in 27 Aufnahmen und Rui Costa war in 24 Aufnahmen besser als Can Capak. 

Das Halbfinale hatte seinen ersten Höhepunkt im Sieg von Sánchez gegen Kasidokostas. 15 Aufnahmen benötigte der Spanier für den 40:19 Sieg gegen einen sichtlich unzufriedenen Griechen. Roland Forthomme brachte die Franzosen wieder zurück, als er Blomdahl in 19 Aufnahmen 40:36 besiegte. Die 21 Punkte Vorsprung von Sánchez für Porto waren allerdings schon eine mächtige Ansage. Für den Schlußpunkt sorgte der junge Ferreira, der den glücklosen Jerome Barbeillon in 31 Aufnahmen deutlich mit 40:26 hinter sich ließ. 

Wie später im Endspiel erlebte Rui Costa den ersten Abbruch. Beim Stand von 37:33 in 32 Aufnahmen zu seinen Gunsten gegen Connesson war das Halbfinale zu Ende. 

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Das Finale

Blomdahl - Caudron 13:40/13 

Frédéric Caudron revanchierte sich für die Gruppenspiel-Niederlage und erledigte seine Aufgabe in 13 Aufnahmen, der besten Einzelpartie des Turniers. Mit 27 Punkten Vorsprung legte er gleichzeitig auch den Grundstein für den späteren Abbruchsieg.  Seine 10er Serie in der 11. Aufnahme waren der Todesstoß für den Weltmeister, der bis dahin schon kaum mithalten konnte. Es lief einfach zu gut für den Belgier, der anschließend noch genügend Zeit hatte, seinen Mannschaftskameraden die Dauem zu drücken. Mit Erfolg.

Sánchez - Tasdemir 40:32/19

Dani Sánchez glich im Endspiel durch seinen Sieg über Tasdemir aus. Sánchez verwöhnte seine Fans im gesamten Turnier mit spektakulären Lösungen und wunderschönen Partien. Lediglich seine Auftaktpartie, die er gegen Tonny Carslen verlor, war er nicht ganz auf der Höhe. In seiner Finalpartie hielt er durch seinen Sieg Porto im Match und hielt die Spannung hoch.

Coklu - Ferreira 40:29/20

Die 4er Schlußserie von Coklu in der 20.Aufnahme waren zugleich der Schlußpunkt des Endspiels. Ferreira verpasste den Nachstoß und beendete damit das diesjährige EC-Finale. Ferreira hätte allerdings 11 Punkte zum Unentschieden benötigt, was schon sehr außergewöhnlich gewesen wäre. Coklu spielte gegen Ferreira seine beste Partie im Turnier war damit der Matchwinner. Ferreira hingegen konnte lange mithalten. Bis zur 10.Aufnahme lagen beide gleichauf, und das auf 2-Durchschnitt Niveau. Dann verließ Ferreira etwas die Konzentration und Coklu nutzte dies gnadenlos zum finalen Angriff. 

Capak - Costa 34:30/31 (Abbruch)

Zum Zeitpunkt des Abbruchs betrug der Vorsprung von Gaziantepspor 30 Punkte. 27 durch Caudron, weniger 8 nach der Niederlage von Tasdemir und weitere 11 Punkte von Coklu. Capak beendete ein für ihn eher schwaches Turnier mit nur dem Nötigsten. Er behielt immer die Oberhand und wird vielleicht doch froh gewesen sein, dass es auf mehr auch nicht ankam. Can Capak hatte einen sehr guten Moment, als er den Dänen Lars Dunch in 22 Aufnahmen schlug. Ansonsten spielte er unter seinem gewohnten Niveau und war nicht so souverän, wie erhofft.

Direkt nach dem Endspiel wurden die besten vier Mannschaften dieses Turniers mit ihrem grandiosen Sieger Gaziantespor durch den Präsidenten der CEB Bennie Degens geehrt. Gaziantespor ist nicht nur der neue Europapokalsieger, sondern auch Gastgeber der Endrunde im kommenden Jahr. 

Das türkische Team folgte auf die niederländische Mannschaft Dallinga, die nur knapp das Halbfinale verpassten. Ebenfalls nicht im Halbfinale vertreten war der BK Gröndal, seit Jahren eine der wenigen Mannschaftendie, die ohne ausländische Spieler auskommt. Die Dänen verfügen mit Nelin und Carlsen ebenfalls über eine durchaus ansehnliche Doppelspitze, aber insbesondere Dion Nelin war diesmal seinen Gegnern nicht gewachsen. 

Madrid reiste ebenfalls nur mit einheimischen Spielern nach Porto und wurde am Ende Dritter. Ruben Legazpi, Javier Palazon und David Martinez zeigten erstklassiges spanischen Billard. Lediglich Platz vier mit Valentin Andaluz Anton blieb etwas blass und war in diesem Feld nicht konkurrenzfähig.

Völlig unzufrieden dürfte der französische Meister Morangis mit seinem Abschneiden sein. Immerhin mit Eddy Merckx und Eddy Leppens spielend, landeten sie abgeschlagen weit hinter dem Podium. Vorauszusehen war dies keineswegs, denn in Frankreich spielen sie auf 1,6 MDG Niveau, aber in Porto waren sie speziell mit Bitalis und Reverchon nicht stark genug. Beide spielten eher bescheiden und da hilft auch ein Turbostarkes Belgien-Duo nicht. Aber selbst zwei starke Spieler an den ersten beiden Positionen sind kein Garant für Siege. Die haben halt alle Mannschaften, also ist die Weltklasse unter sich und da verbieten sich irgendwelche Prognosen. Blomdahl spielte zweimal gegen Caudron. In der Gruppe gewann er in 18 Aufnahmen, im Finale verlor er brutal in 13 Aufnahmen. So ist das im Leistungssport!

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