Mannheimer Billardfreunde 1947 e.V.

Der Karambolverein in Mannheim

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start

Billard Karambol - Dreiband - Weltmeisterschaft für Nationalmannschaften - Viersen (GER)

E-Mail Drucken PDF

Lindemann: „Das klare Ziel ist der Titel!“

Gepostet von Markus SCHÖNHOFF am 9. Februar 2018 auf KOZOOM.com

Lindemann: „Das klare Ziel ist der Titel!“

© Kozoom
Die Festhalle in Viersen ist ab 22.Februar wieder Schauplatz der Team-Weltmeisterschaft im Dreiband

KOZOOM - In weniger als zwei Wochen beginnt die Weltmeisterschaft für Nationalteams in Viersen. Vom 22. bis 25. Februar wird in der Festhalle der neue Team-Weltmeister im Dreiband ausgespielt. In diesem Jahr findet dieser globale Wettbewerb zu 32. Mal statt und nun schon zum 29. Mal in Viersen. 

Die WM in Viersen ist einer der wenigen Dauerbrenner im Weltsport. Nur ganz selten übersteht ein Austragungsort drei Jahrzehnte. Viersen gilt als liebevoller und umsichtiger Gastgeber, der mit seiner Festhalle jedes Jahr für ein herausragendes Ambiente sorgt. Die westfälische Karnevalshochburg trotzte in den vergangenen Jahren so manchem Grabgesang. Aus dem liebgewonnenen Satzsystem, mit dem die Geschichte dieses Wettbewerbs begann, wurde die 40 Punkte Partie und die 40 Sekunden Stoßzeit. Als sich die oft praktizierte Abbruchregel bei uneinholbarem Vorsprung nicht mehr halten ließ, entschied man sich für den Entscheidungssatz im Scotch Double. Die bis dahin im Dreiband nie gespielte Variante eines Stoß-auf-Stoß System mit vier Spielern aus zwei Teams an einem Tisch, wurde zwei Jahre sehr erfolgreich praktiziert. Die Spannung stieg und die Zuschauer waren aus dem Häuschen. Das waren sie aber auch schon vorher, denn Viersen ist wie kein anderer Austragungsort in der Billardwelt, bekannt für seine ausgelassenen Fans aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

Aus dem Entscheidungssatz im Scotch Double wurde im vergangenen Jahr eine Weltmeisterschaft im Scotch Double, die in diesem Jahr nun ihren zweiten Geburtstag feiert. Der geschätzte Billardfan ist bekannt für seine konservative Haltung und deshalb wurde diese Änderung auch mit Kritik und, ziemlich unverständlichen, Boykott Aufrufen begleitet. Den zahlenden Zuschauern tat dies keinen Abbruch und sportlich sahen die Anwesenden hervorragenden Sport mit einem großartigen Triumph der Koreaner, die mit Sung-Won Choi und Jae-Guen Kim erstmals Teamweltmeister wurden. 1,5 Millionen Zuschauer verfolgten in Korea das LIVE übertragene Endspiel zwischen Korea und Belgien. 

Noch während der Scotch Double Premieren-Veranstaltung wurde sogleich die nächste Änderung herbei geführt. Die Weltmeisterschaft sollte internationaler werden und vor allem für die weit entfernten Länder attraktiver. Um den Zeitplan nicht zu sprengen, musste damit das Teilnehmerfeld auf 16 Teams reduziert werden. Alle möglichen B-Teams wurden aus dem Programm gestrichen. Europa erhielt nun 7 Startplätze, die sich aus dem Endklassement der Europameisterschaft von Brandenburg rekrutieren. Gespielt wird nun in Vierergruppen, was es jedem Team ermöglicht, drei Matches zu bestreiten. Der zweite Platz in der Gruppe genügt heute für das Erreichen der KO-Runde. 

Martin Horn, für Deutschland zusammen mit Ronny Lindemann am Start: „16 Teams in 4 Gruppen und keine B-Teams mehr! Die UMB hat es verstanden, wie es funktionieren kann.“

Und das es funktionieren wird, davon sind nicht nur die Ausrichter vor Ort überzeugt, sondern auch die UMB, denn zu den umfangreichen Plänen eines weiteren Prosperität des Dreibandsportes gehört auch ein stattliches Preisgeld, das in diesem Jahr doppelt so hoch ist, wie 2017. 8.000 € darf das Siegerteam mit nach Hause nehmen. Immerhin noch 1.400 € bleiben für den 16. und letzten Platz übrig. Einige Teams und vor allem deren Stars werden die Fans sicher vermissen, sie wurden Opfer der Reduzierung auf 16 Teams. Italien, Spanien und Schweden mit ihren Superstars Marco Zanetti, Dani Sanchez und Torbjörn Blomdahl werden in diesem Jahr nicht in der Festhalle einlaufen.

Dafür gibt es ein Team aus Vietnam mit Quoc Nguyen und Quyet Chien Tran, dem viel zuzutrauen ist. Zu den großen Favoriten zählt unbedingt auch die Türkei, die mit dem Landesmeister Semih Sayginer und Tayfun Tasdemir antritt. Die Türkei ist auch einer der drei Gegner des deutschen Teams. Das Team der Gastgeber ist seit vielen Jahren auf der Jagd nach einer weiteren Goldmedaille und seit drei Jahren ohne Podestplatz. Horn und Lindemann sind in der aktuellen Saison in grandioser Form, was natürlich bei beiden gewisse Begehrlichkeiten weckt. Ronny Lindemann (1,411 GD in der Bundesliga): „Ich bin heiß auf Viersen und voll motiviert. Das klare Ziel ist der Titel, obwohl ich persönlich auch mit einer Medaille zufrieden wäre. Mit Martin an meiner Seite fühlt sich alles beruhigend an. Ich vertraue auf seine Spielstärke und seine Erfahrung.“ …und Martin Horn: „Ich freue mich auf Viersen und bin überzeugt, dass wir ins Halbfinale kommen. In den letzten beiden Jahren haben wir viel Lehrgeld bezahlen müssen, davon werden wir nun profitieren. Zu Ronny habe ich vollstes Vertrauen und ich traue mir zu, mit ihm gemeinsam eine Medaille zu holen.“

Das Horn und Lindemann funktionieren, konnten sie im letzten Jahr unter Beweis stellen. Zwar wurde das Halbfinale verpasst, aber der Teamspirit, den beide während des Matches lebten, war sehenswert und wurde sogar von anderen Teams kopiert. Kein Zweifel! Deutschland hat im letzten Jahr noch das Beste aus einer ungewohnten (Scotch Double) Situation gemacht. Martin Horn: „Ich finde das Scotch Double super. Einmal im Jahr macht das richtig Spass, so zu spielen. Die Zuschauer werden sicherlich auch ihre Kosten kommen. Es war super spannend im letzten Jahr.“ Und wie sieht das Ronny Lindemann? „Vielleicht ist der Modus für uns genau richtig. Ich denke, wir können gut damit umgehen. Mit der Türkei und Kolumbien haben wir zwei Schwergewichte in der Gruppe.“

alt

Horn und Lindemann funktionieren als Team ideal!

Das Minimalziel ist Platz zwei in der Gruppe, der zumindest den Aufstieg in das Viertelfinale bedeutet. Dazu muß Deutschland Peru und einen der beiden besagten Schwergewichte Türkei und Kolumbien schlagen. Die Todesgruppe dürfte Gruppe C sein. Dort trifft der Titelverteidiger auf Dänemark, Griechenland und Vietnam. Die vermeintlich leichteste Aufgabe hat wohl die Niederlande, die mit Jaspers und de Bruijn auf Österreich, Ägypten und Ecuador trifft.

Natürlich müssen viele Dinge zusammen treffen, um beim Billard einen Weltmeistertitel zu holen. Neben einer guten Form und ein bisschen Glück ist die gewohnte Umgebung und die hingebungsvollen Fans eine Voraussetzung, dass die Mission Titel für Deutschland gelingen kann. Lindemann: „Wir sind guter Dinge, dass wir mit der Unterstützung der Fans in Viersen jeden schlagen können. Wir freuen und über jeden Zuschauer, der uns bei dieser Mammutaufgabe unterstützt und wären dankbar für zahlreiches Erscheinen.“ Martin Horn: „Wir würden uns über zahlreiche Unterstützung in der Festhalle freuen. Mit den Fans im Rücken ist diesmal viel möglich.“

Teams der Nationen

1. KOREA - Sung-Won Choi; Dong Koong Kang
2. DEUTSCHLAND - Martin Horn; Ronny Lindemann
3. TÜRKEI - Semih Sayginer; Tayfun Tasdemir
4. NIEDERLANDE - Dick Jaspers; Jean-Paul de Bruijn
5. GRIECHENLAND - Nikos Polychronopoulos; Dionisis Tsokantas
6. DÄNEMARK - Tonny Carlsen; Thomas Andersen
7. BELGIEN - Frederic Caudron; Jozef Philipoom
8. FRANKREICH - Jerome Barbeillon; Cedric Melnytschenko
9. ÖSTERREICH - Arnim Kahofer; Andreas Efler
10. ECUADOR - Javier Teran; Luis Aveiga
11. PERU - Guido Sacco; Ramon Rodriguez
12. KOLUMBIEN - Fernando Diaz; Robinson Morales
13. VIETNAM - Quoc Nguyen Nguyen; Quyet Chien Tran
14. JAPAN - Nobuyasu Sakai; Yusuke Mori
15. LIBANON - George Ltief; Yasser Shehayeb
16. ÄGYPTEN - Sameh Sidhom; Mohamed Abdin

Gruppeneinteilung:

Gruppe A
Belgien
Frankreich
Japan 
Libanon

Gruppe B
Niederlande
Österreich
Ägypten
Ecuador

Gruppe C
Korea
Dänemark
Griechenland
Vietnam

Gruppe D
Türkei
Deutschland
Kolumbien
Peru

Preisgeld:

1. Platz - 8.000 €

2. Platz - 6.000 €

3. Platz - 3.600 € (pro Team)

5. - 8. Platz - 2.400 € (pro Team)

9: - 16. Platz - 1.400 € (pro Team)

alt

Korea holte 2017 zum ersten Mal den Weltmeistertitel für Nationalmannschaften

 

Event Kalender

Letzter Monat Mai 2018 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 18 1 2 3 4 5 6
week 19 7 8 9 10 11 12 13
week 20 14 15 16 17 18 19 20
week 21 21 22 23 24 25 26 27
week 22 28 29 30 31