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Billard Karambol - Dreiband - Weihnachtsturnier - Zundert (NED)

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Martin Horn im Finale gegen Coklu

Gepostet von Markus SCHÖNHOFF am 30. Dezember 2017 auf KOZOOM

Martin Horn im Finale gegen Coklu

kozoom
Martin Horn steht vor einem Turniersieg beim Weihnachtsturnier im holländischen Zundert. Finale gegen Coklu um 14:00 Uhr

KOZOOM - Das deutsche Dreibandbillard erlebt wenige Stunden vor Jahresende noch einmal eine Sternstunde des Jahres. Die in diesem Jahr wahrlich nicht erfolgsverwohnte Dreibandabteilung könnte das Jahr mit einem Turniersieg bei einem Top besetzten Einladungsturnier abschließen. Verantwortlich dafür ist Martin Horn, der heute um 14:00 Uhr im Finale des Weihnachtsturniers im holländischen Zundert steht. Nach überstandener Gruppe am Mittwoch, die er als Zweiter beendete, besiegte er gestern in einem Thriller-Halbfinale den Belgier Peter Ceulemans mit 5:4 Sätzen und erreichte so das Endspiel.

Murat Naci Coklu wurde in Gruppe B ebenfalls nur Zweiter und gewann gestern Nachmittag sein Halbfinale gegen den letzten Niederländer im Turnier, Gerwin Valentijn mit 5:3. Damit stehen sich die beiden sogenannten Gastspieler im Endspiel gegenüber. Seit Jahren gilt Zundert als Duell zwischen Holländern und Belgiern. Allein vier Belgier waren eingeladen. Zwei Holländern und die beiden „Ausländer“ Horn und Coklu komplettierten das Feld.

Martin Horn zeigte sich glücklich über den zweiten Finaleinzug in zwei Jahren.“Das Match mit Peter war spannend bis zur letzten Aufnahme. Wir waren fast in jedem Satz gleichauf.“ 

Das nun folgende Endspiel gegen Murat Naci Coklu ist das erste Aufeinandertreffen seit vielen Jahren. „Ich glaube, dass ich bei unseren Duellen einmal mehr gewonnen habe, aber es waren immer starke Partien. Murat hat sich fantastisch entwickelt in den letzten Jahren.

Im Halbfinale gegen Peter Ceulemans führte der Belgier zur ersten Pause mit 2:1 Sätzen. Bis zur zweiten Pause konnte sich keiner der beiden absetzen. Mit 3:3 ging es in die letzte kleine Unterbrechung vor dem Schlußdrittel. Die letzten drei Sätze waren spektakulär. Horn gewann den 7.Satz in 3 Aufnahmen knapp mit 9:8. Den 8.Satz begann er mit 2 Punkten vom Anstoß und Ceulemans beendete sofort den Satz mit 9 Punkten. Nun folgte der alles entscheidende 9.Satz. Es ging einige Aufnahmen hin und her, ehe Martin Horn eine sich bietende Chance nutzte und den Satz mit 9:7 in 6 Aufnahmen für sich entschied. Sehenswert die Performance des Belgiers, der im Halbfinale 2,03 GD spielte. Martin Horn kam auf 1,848 GD. Ceulemans nach dem Halbfinale: „Im entscheidenden Satz habe ich den Anfangsball ausgelassen. Gegen einen so starken Martin Horn ist das schlecht. Die Kombination mit der ultrakurzen Stoßzeit (30 Sekunden) ist nicht so ideal. Wir haben das beide gegen Ende gespürt und ich konnte damit nicht so gut umgehen.“

Murat Naci Coklu besiegte im ersten Halbfinale des Tages den letzten Holländer Gerwin Valentijn. Valentjin spielte ein starkes Tunrier, gewann seine Gruppe mit 1,633 GD und wehrte sich auch in der Vorschlußrunde nach Kräften. Coklu indes ließ es nie zu, dass Valentijn zum Ausgleich kam und parierte jeden Angriff. Murat Naci Coklu: „Ich hatte ein bisschen mehr Glück, aber ich konnte auch in den entscheidenden Momenten besser punkten.

Das Finale findet heute um 14:00 Uhr statt und wird auf 6 Gewinnsätze bis 9 Punkte gespielt. Damit endet dann auch das Weihnachtsturnier, das Sportjahr 2017 und das große Experiment von Zundert. Die Organisation rund um Louis Havermans zeigte sich mit dem Turnierverlauf mehr als zufrieden: „Wir haben während des gesamten Turniers immer wieder über den Modus gesprochen. Es ist extrem spannend und zwar in jedem Match. Das war auch unser Ziel. Wir wollten Billard in einem anderen Modus zeigen. Dreiband hat sich enorm entwickelt, aber in Holland und vielen anderen Ländern ist das Interesse des Publikums sehr gering. Wir wollten die Menschen zurück gewinnen und sind sehr zufrieden.“

Aus deutscher Sicht endet mit der Finalteilnahme und dem möglichen Turniersieg von Martin Horn ein Jahr, dass wenige Glanzlichter aufwies. Es ist kein Geheimnis, dass der deutsche Meister immer noch der einzige Spieler von Weltklasseformat ist. Dustin Jäschke und Ronny Lindemann erreichen dieses Niveau noch nicht. Die Anstrengungen der DBU, sich leistungssportlich breiter aufzustellen, sind spürbar, aber bislang noch nicht genügend. Viersen und die Europameisterschaften waren für die Dreibandteams enttäuschend. Bei den internationalen Einzelwettbewerben sucht man unter den Top10 vergeblich die deutschen Farben. Die positive Entwicklung im internationalen Sport mit der Ausweitung des Turnierplanes und der Verdopplung der Preisgelder sollte die DBU zum Anlass nehmen, ernsthaft die Wiederbelebung einer Grand Prix Serie zu fördern. 

Endklassement der Vorrunde:

Gruppe A

1 Gerwin Valentijn (NL) 4-1.633-5-9

2 Martin Horn (DE) 4-1.640-1-9

3 Eddy Merckx (BE) 2-1.610-2-8

4 Eddy Leppens (BE) 2-1.778-4-8.

Gruppe B

1 Peter Ceulemans (BE) 4-3-1.628-8

2 Murat Naci Coklu (TU) 4-2-1.468-8

3 Barry van Beers (NL) 4-2-1.354-7

4 Roland Forthomme (BE) 0–7-1.209-6.

 

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