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BillardKarambol - Dreiband - Weltmeisterschaft - Bordeaux (FRA)

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Das Medien-Highlight des Jahres - Dreiband WM in Bordeaux

Auf Kozoom gepostet von Markus SCHÖNHOFF am 14. November 2016

Das Medien-Highlight des Jahres - Dreiband WM in Bordeaux

© Kozoom
Am Dienstag, 13:00 Uhr beginnt die Weltmeisterschaft 2015 mit der feierlichen Eröffnung

BORDEAUX - Am Dienstag, den 15. November beginnt die 69. Dreibandweltmeisterschaft. Bis zum Samstag, den 19. November kämpfen die besten 48 Billardspieler der Welt um den begehrtesten Titel in unserem Sport. Ausrichter dieses Championats ist wie im letzten Jahr die französische Metropole Bordeaux. Spielort ist das Palais des Congres, eine großzügige Location, die im Zentrum des Gebäudes den Hauptsaal beherbergt, in dem die Titelkämpfe auf 4 Gabriels-Tischen ausgetragen werden. 

Titelverteidiger ist der Schwede Torbjörn Blomdahl, der im vergangenen Jahr nach 17 Jahren wieder den WM-Titel gewann. Im Finale schlug er den Koreaner Dong Koong Kang in der Verlängerung mit 2:1. Nach 26 Aufnahmen war Kang der erste, der die Partiedistanz erreichte. Blomdahl glich mit unheimlicher Willensstärke aus und nutzte dann die Extra-Aufnahme zum Gewinn der Goldmedaille. Die Weltmeisterschaft 2015 war nach Bodeaux vergeben worden, nachdem der ursprüngliche Ausrichter absagen musste. Der Kozoom Gründer und CEO Xavier Carrer sprang mit seinem Team ein und machte zur Bedingung, dass er im kommenden Jahr erneut die WM ausrichten dürfe. Dies wurde bestätigt und so konnte das Orga-Team rund um Carrer an die Arbeit gehen und zwei Weltmeisterschaften planen.

Die Ziele, die Xavier Carrer damit verfolgt, werden für den Billardsport größere mediale Aufmerksamkeit bedeuten. Das ist zwangsläufig, denn was sonst sollte das Ergebnis eines Medienunternehmens sein. Vielleicht wird schon die in der kommenden Woche stattfindende Weltmeisterschaft der Start in eine neue Zukunft sein.

Werfen wir nun also einen Blick auf das wahrscheinlich größte mediale Ereignis, dass der Karmabolsport je erlebt hat.

Die Hauptdarsteller - Teilnehmer

Angeführt wird das Feld der 48 Teilnehmer vom Weltmeister und Weltranglistenersten Torbjörn Blomdahl. Dahinter rangieren die 16 besten Spieler der laufenden Weltrangliste. Die Liste der Ranglisten-Teilnehmer beginnt mit dem zweifachen Weltmeister Caudron, dahinter der dreifache Weltmeister Dick Jaspers, den zweifachen Titelträgern Eddy Merckx und Marco Zanetti und dem dreifachen Weltmeister Daniel Sanchez. Allein diese 5 Spieler vereinen nicht weniger als 12 Einzeltitel auf sich. Weitere Weltmeister und Teilnehmer in Bordeaux sind der türkische Superstar Semih Sayginer, der Japaner Ryuuji Umeda und unser deutscher Starter Christian Rudolph, dem dieser einmalige Erfolg 1996 gelang. 

13 Spieler schickt die CEB als größter kontinentaler Verband ins Rennen. Darunter an Nr. 21 des Gesamtfeldes Christian Rudolph. 8 Spieler kommen vom amerikanischen Verband, darunter zwei US-Amerikaner, drei Kolumbiane, sowie je ein Spieler aus Peru, Argentinien und Costa Rica.

Der asiatische Verband darf 6 Spieler zur WM entsenden. Je zwei Koreaner und Vietnamesen, dazu ein Spieler aus Japan und einer aus dem Libanon.

Aufgefüllt wird das Feld mit zwei Franzosen, die Wildcards erhalten. Die Glücklichen sind Jerome Barbeillon, der die Franzosen mit seinem Viertelfinale in La Baule glücklich machte, und Marc Boingneres. In der letzten Woche gab es mit Michale Nilsson aus Schweden eine Absage. Der über das CEB-Ranking qualifizierte möchte bei seiner schwangeren Frau bleiben, die kurz vor der Geburt steht. Diesen Platz hat mit Cedric Melnytschenko ein weiterer französischer Spieler bekommen. Dadurch sind die Gastgeber mit 5 Teilnehmern nun das zweitgrößte Team, nach den Koreanern, die mit 6 Teilnehmern die stärkste Mannschaft schicken. Dahinter folgen Belgien mit 4 Spielern und die Türkei und Vietnam mit je 3 Spielern.

Der Turniermodus

Die 48 Teilnehmer werden in 16 Gruppen zu je 3 Spieler zunächst eine Vorrunde absolvieren. In den Gruppen spielt jeder gegen jeden und nur der Gruppenerste erreicht die Endrunde. Die Endrunde der 16 verbleibenden Spieler wird im üblichen KO-System gespielt. Zunächst das Achtelfinale, gefolgt vom Viertelfinale und am Samstag, dem Finaltag das Halbfinale und das Endspiel. Alle Partien werden bis 40 Punkte mit Nachstoß gespielt. Jeder Spieler hat zwei Time-Outs pro Partie. In den Gruppenspielen bleibt ein Unentschieden ohne weitere Entscheidung als solches stehen. In der KO-Phase indes wird bei einem Remis eine Verlängerung analog den Weltcups gespielt.

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Der Blick in den wunderschönen Turniersaal. So wird es auch in diesem Jahr sein.

Der Zeitplan

Nach der Eröffnung am Dienstag, 15.November um 13:00 Uhr beginnt die Gruppenphase um 14:00 Uhr. Auf vier Tischen werden pro Tag vier Durchgänge absolviert, sodass die Gruppenphase nach 48 Partien am Donnerstag, 17.November gegen 23:00 Uhr endet. Die Durchgänge beginnen am Dienstag, um 14:00, 16:30, 19:00 und 21:30 Uhr. Am Mittwoch und Donnerstag jeweils eine halbe Stunde früher. 

Die Endrunde beginnt am Freitag, 18.November mit dem Achtelfinale um 13:30 Uhr. Der zweite Durchgang beginnt um 16:00 Uhr. Nahtlos geht es weiter mit dem Viertelfinale, welches dann nur noch auf zwei Tischen gespielt wird. Die Anfangszeiten sind dann 18:30 Uhr und 21:00 Uhr.

Nach 60 Partien stehen dann nur noch die Halbfinals und das Endspiel auf dem Zeitplan. Am Finaltag, Samstag, den 19. November wird nur noch auf einem Tisch gespielt. Das erste Halbfinale beginnt um 13:00 Uhr, das zweite Halbfinale um 15:00 Uhr. Das große Endspiel um den Titel des Weltmeisters 2016 beginnt um 18:00 Uhr. 

Die LIVE-Übertragung

Im vergangenen Jahr wurden von der Weltmeisterschaft 53 der 63 gespielten Partien aufgezeichnet und sind als Video im KOZOOM-Archiv verfügbar. Allein das Endspiel zwischen Blomdahl und Kang wurde über 15.000 mal als Replay angeschaut. Selbstverständlich wurden alle Partien LIVE übertragen. So wird es auch in diesem Jahr sein. Mit großem Aufwand an Kameramaterial wird der Spielsaal bestückt und wird jede Bewegung der Spieler und der Bälle aufzeichnen. Dazu wird es Zeitlupen-Wiederholungen an mindestens zwei sogenannten TV-Tischen geben, die extra für eine Übernahme durch verschiedene TV-Kanäle geeignet sind. Die mediale Verbreitung dieser Meisterschaft steht eindeutig im Zentrum aller Bemühungen der Organisation rund um KOZOOM und Xavier Carrer. Es besteht Einvernehmen mit allen Verbänden und der UMB, dass eine größere Popularität nur durch eine adäquate Medienpräsenz zu erreichen ist. Um dies möglichst schnell zu erreichen, wird die Essenz der kommenden Woche in einem 26-minütigen Promotion-Video zusammengefasst und den TV Anstalten der ganzen Welt kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies ist zugleich der Auftakt intensiver Zusammenarbeit mit dem koreanischen TV Sportkanal MBC, mit dem Kozoom International eine Partnerschaft eingegangen ist. Erste Auswirkungen der zunehmenden öffentlichen Wahrnehmung und der Attraktivität des Dreibandsports sind bereits bei der Preisgeldverteilung zu spüren.

Das Preisgeld

Gegenüber dem Vorjahr wurde das zu verteilende Preisgeld um ca. 40% erhöht. Dies ist eine beträchtliche Steigerung, wenngleich auch in den absoluten Zahlen Billard immer noch ein Schattendasein fristet. Dennoch sind die 10.000 €, die der neue Weltmeister erhält, die höchste Prämie, die die UMB jemals an einen Weltmeister ausbezahlt hat.

1. Platz 10.000 €

2. Platz 6.000 €

3. Plätze je 3.500 €

Platz 5 - 8 je 2.000 €

Platz 9 - 16 je 1.000 €

Platz 17 - 48 je 600 €

Die Favoriten

Die Frage nach den Spielern, die sich die größten Titelhoffnungen machen können, stellt sich in jedem Jahr. Wie immer ist es wohl zugleich auch die schwerste Frage, denn wir sehen in jedem Weltcup und zuletzt auch beim LGU+ Masters in Seoul, dass Favoriten sehr schnell und früh fallen können. 

Was für eine erfolgreiche Titelverteidiung von Torbjöen Blomdahl spricht, ist, dass der Schwede es schaffte, nach seinem Titelgewinn weiter auf hohem Niveau zu spielen und vor allem erneut an der Spitze der Weltrangliste steht. Gegen ihn spricht, dass er in diesem Jahr bisher kein Turnier gewonnen hat und das es seit ewiger Zeit keine erfolgreiche Titelverteidigung mehr gab. Caudron, Merckx, Jaspers, Sanchez und Zanetti haben alle schon mehr als einmal den Titel aller Titel gewonnen und haben das Potential, dies auch zu wiederholen. Es wäre keine Überraschung. Ein türkischer Weltmeister durch Tasdemir, Coklu oder Sayginer wäre denkbar und dieser Nation mit seinen unzähligen guten Spielern auch zu gönnen. Kann es ein koreanischer Spieler schaffen, nach 2014 zum zweiten Mal Weltmeister zu werden. Sung-Won Choi sicher nicht, denn er ist nicht qualifiziert. 

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Wer wird in diesem Jahr den Champagner verspritzen? Am Samstag,den 19.11. fällt die Entscheidung

Was alles passieren muß, um Weltmeister zu werden, ist nicht so einfach zu beantworten. Einfacher ist es vielleicht, aufzuzählen, was nicht passieren darf. Man sollte zumindest nicht das Pech haben, auf dem Weg zu einem Partiegewinn von einer großen Serie des Gegners überrascht zu werden. So wie es im letzten Jahr Eddy Leppens erging, der von Sidhom noch abgefangen wurde. Es ist fast unmöglich Außenseiter festzustellen, gegen die ein Sieg ohne Probleme gelingt. Wahrscheinlich kann die Hälfte des Teilnehmerfeldes den Finaltag (Halbfinale) erreichen. Dann allerdings wird es ganz schwer. Wahrscheinlich haben die Europäer einige Vorteile. Wenig Flugstress, vertraute Umgebung, bekannte Kultur sind für den empfindlichen Billardsport(ler) durchaus von Bedeutung.

Einige Spieler im Feld haben das Potential, sich im Turnier von Partie zu Partie zu steigern und am Ende fast unschlagbar zu sein. So ein Spieler kann Jermey Bury sein, der auf diese Weise New York und Guri gewann. Den Franzosen wäre ein einheimischer Weltmeister wirklich zu gönnen.

Deutschland

Das es einen deutschen Weltmeister gibt, bleibt zumindest in diesem Jahr ein Traum. So sehr man Christian Rudolph einen weiteren Titel wünschen würde, er wird es nicht werden. Rudolph spielte zuletzt in Bad Wildungen eine gute Meisterschaft, allerdings nur bis zum Finale. Was dort passierte, dafür gibt es vielleicht Gründe, aber die können keine 0,4 GD in einem Endspiel erklären, während der Sieg mit 1,2 vergeben wird. Rudolph trifft nun in seiner Gruppe wieder auf Daniel Sanchez aus Spanien. Dritter Mann in dieser Gruppe ist der Kolumbianer Henry Diaz. Eine Sensation wäre es, wenn unser deutscher Teilnehmer die Gruppe übersteht, aber dann geht es in die noch schwerere KO-Runde, wo die Luft noch dünner wird.

Wir werden es erleben. Ab morgen 14:00 Uhr beginnt die 69. Dreiband Weltmeisterschaft in Bordeaux. LIVE auf KOZOOM

 

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